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| Irlensyndrom | Selbsttest |

Irlensyndrom


Menschen mit dem Irlen Syndrom haben Schwierigkeiten, das von den Sinnesorganen Aufgenommene im Gehirn adäquat zu verarbeiten.

Siebzig Prozent der Informationen, die ein Mensch aufnimmt, werden durch das Auge empfangen und müssen richtig vom Hirn gedeutet werden. Jede Störung bei diesem Verarbeitungs- prozess kann zu Schwierigkeiten in allen Bereichen des menschlichen Lebens führen.
Die Sinne agieren und kooperieren laufend miteinander: das Sehen, das Hören, das Fühlen und Schmecken und das Riechen. Wenn die Wahrnehmung eines Sinnes gestört ist, kann dies zu Funktionsbeeinträchtigungen führen, die durch die anderen Sinne nicht kompensiert werden können.
Die Fehlfunktion eines Sinnes kann die korrekte Interpretation der übrigen Sinne erheblich stören, und damit die Fähigkeit, mit der Umwelt zu interagieren.

Betroffene mit Irlen Syndrom können unter einer oder mehreren folgenden Beeinträchtigungen und Symptomen leiden:

• Lichtempfindlichkeit
Empfindlichkeit gegenüber dem Schein oder der Helligkeit von natürlichem Licht und/oder Neonlicht.

• Anstrengung und Erschöpfung
Beim Lesen oder bei anderen Aktivitäten, die genaues Hinsehen erfordern, sich angestrengt, verspannt, erschöpft oder schläfrig fühlen oder Kopfschmerzen bekommen.

• Ineffizientes Lesen
Die Schwierigkeiten mit Texten, Zahlen, Musiklineaturen und Noten beinhalten z.B. Vibrieren, Pulsieren, Umgruppieren, Bewegung oder Verschwimmen der Zeichen.

• Langsames Lesen
Betroffene sind nicht in der Lage Buchstabengruppen, Wörter, Musiknoten oder Zahlen fehlerfrei wahrzunehmen. Beim Lesen können sie Schwierigkeiten haben bei der korrekten Identifizierung von Wörtern und Buchstaben, beim Überfliegen oder Schnelllesen.

• Aufmerksamkeitsstörungen
Betroffene haben nicht die Fähigkeit aufmerksam und konzentriert zu lesen, zu schreiben oder zuzuhören.
Schwierigkeiten in der Raumbeziehung
Schwierigkeiten Entfernungen, Geschwindigkeiten und räumliche Beziehungen zu schätzen.

Die Behandlung des Irlen Syndroms

Die Irlen Screening Methode entdeckt die Personen, die unter sensorischer Überlastung leiden und gibt gleichzeitig zuverlässige Hinweise auf jene, die vom Tragen der Irlen Farbfilter profitieren können.

Liegen visuelle Wahrnehmungsstörungen vor, ist der erste Weg immer der zum Augenarzt. Viele der Symptome können ihre Ursachen in einer Fehlfunktion des Auges haben. Erst wenn hier mögliche Ursachen abgeklärt und behandelt sind, überprüft ein(e) anerkannte(r) Irlen Screener(in) auf das Irlen Syndrom.
Am Ende der Untersuchung weiß der Klient, wie schwer seine Symptome sind und in welchen Bereichen sie liegen.

Bei leichten Fällen und wenn nur das Lesen betroffen ist, kann das Auflegen der farbigen Spezialfilter auf eine Buchseite schon ausreichen, um eine befriedigende Lese- und/oder Lernsituation zu schaffen. Sind Grob- und Feinmotorik oder das räumliche Sehen mitbetroffen, wird der/die Irlen Screener(in) eine Folgeuntersuchung bei einem Irlen Diagnostiker/in empfehlen.

Weltweit geben Untersuchungen eine Erfolgsrate von 96% der identifzierten Fälle an. Die erfolgreiche Behandlung des Irlen Syndroms ist trotzdem kein Allheilmittel. Ein umfassendes Behandlungsprogramm bedarf weiterer Untersuchungen und möglicherweise stützender Therapien, um zusätzliche Probleme beim Lesen und Lernen zu korrigieren.


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